Sonntag, 5. September 2010
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Bundesregierung feuert Transsexuelle

Matthias G. (38) trägt Damenkostüme, ist perfekt geschminkt und lässt sich von Freunden „Mandy“ nennen. Der Transsexuelle ist ein Vorzeigebeispiel für gelebtes Selbstbewusstsein einer Minderheit.

Die Stärkung und den Schutz von Minderheiten hat sich auch die Bundesregierung auf die Fahne geschrieben. Im eigenen Haus nimmt man es damit nicht so genau.

Dem Stadtführer Matthias, der seit fünf Jahren Besuchergruppen des Bundespresseamtes durch Berlin geleitet, wurde im Februar gekündigt, weil er „als Repräsentant der Bundesregierung nicht mehr tragbar sei.“

„Seit ich denken kann, habe ich mich eher weiblich als männlich gefühlt“

 Matthias G. hatte sich Ende letzten Jahres zu seiner Transsexualität bekannt. „Seit ich denken kann, habe ich mich eher weiblich als männlich gefühlt“, sagt er. „Jetzt hatte ich endlich die Kraft, diesen Schritt zu tun. Ich konnte das Versteckspiel nicht mehr aufrechterhalten. Es kostete mich zu viel Energie.“ Er ging in eine Damen-Boutique, kleidete sich neu ein und nahm die Männer-Sachen in einer Tüte mit nach Hause. „Dem Bundespresseamt sagte ich, jetzt gibt es mich nur noch als Frau.“ Daraufhin entzog ihm das Amt alle weiteren Aufträge.

Das Ganze könnte nun ein Testfall für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz werden, das 2006 von der Bundesregierung beschlossen wurde. Mandy klagt wegen der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und fordert 4.000 Euro Schadensersatz "Es geht mir nicht wirklich um das Geld, sondern darum, professionell in meinem Beruf arbeiten zu können", erklärte sie.

Die Bundesregierung hält sich in diesem Fall merklich zurück. Gegenüber der Presse schweigt sie mit Hinweis auf das laufende Verfahren. Auf eine Anfrage des Dortmunder Bundestagsabgeordneten Michael Kauch (FDP) erklärte sie lediglich, dass sie den Fall "so nicht bestätigen" könne. Kauch bezeichnete das Verhalten der Bundesregierung als heuchlerisch: "Die Bundesregierung verweigert offensichtlich die Antwort. Sie gibt sich nach außen tolerant: Sie verabschiedet Gesetze zum Schutz von Minderheiten und richtet eine Antidiskriminierungsstelle ein – aber im eigenen Haus hält sie sich nicht daran." Auch der Kölner Grünenabgeordnete Volker Beck hat sich in den Fall eingeschaltet: "Ich habe mich an die Antidiskriminierungsstelle gewandt, hoffe auf eine korrekte Entscheidung."

Das AGG schützt nicht nur Arbeitnehmer sondern auch "arbeitnehmerähnliche Personen" wie Mandy. Nach der vom Europäischen Gerichtshof gestützten Rechtsauffassung gilt die Diskriminierung von Transsexuellen als Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes.


 
Gay & Gray München
Die Gruppe "Gay & Gray München" und die Münchner Aidshilfe laden anläßlich der 850-Jahrfeier der Landeshauptstadt München ein.
Es findet eine Isarbrückenwanderung statt, die von "Franz Schiermeier" geführt wird.
Termin ist Sonntag der 1.Juni 2008 um 14 Uhr.
Treffpunkt: Ludwigsbrücke München, vor dem Kino des Deutschen Museums.
 

Es wir eine Spende von 5,00 € für die Organisation und die Aufwandskosten erwartet.

 

ZUM TERMINKALENDER 


 
Die Philhomoniker - Schwuler Chor München

haben einiges vor im Frühling. Im Mittelpunkt stehen dabei die aktive Teilnahme an und Unterstützung von Events in der Community sowie zwei weitere Gastspiele in der Pasinger Fabrik.

Wenn am 1. Mai am Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz zum ersten Mal ein Glockenbachviertel-Maibaum aufgestellt wird, sind auch die Philhomoniker mit musikalischen Schmankerln dabei. Auch die Lange Nacht der Musik im Sub am 31. Mai werden die Philhomoniker wieder wesentlich mitgestalten.

Vom 22.-25. Mai vertreten die Philhomoniker gemeinsam mit Melodiva, Lilamunde und dem Regenbogenchor die Münchner lesbisch-schwulen Chöre bei Südluscht. Südluscht ist das diesjährige schwul-lesbische süddeutsche Chörefestival. Nachdem die Münchner Chöre dies im Jahr 2006 unter dem Namen MONACCORD in München organisiert hatten, findet das Spektakel dieses Jahr in Stuttgart statt.

Im Juni folgen dann zwei weitere Gastspiele in der Pasinger Fabrik: Am Donnerstag, 19. und Sonntag, 22. Juni jeweils um 20 Uhr geben die schwulen Sänger wieder den WERBE-WAHN, ihr aktuelles Programm.

Die schwulen Sänger suchen übrigens Verstärkung, ins­besondere Tenöre: Wer Interesse hat möge bitte einfach Martin unter 0160/2193919 anrufen.

www.philhomoniker.de


 
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